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Vrutice

Erstmals belegt 1088 als Grundbesitz von Vyšehradská Domkapitel. Nach der Auslegung der Entstehung, ursprünglichen Bedeutungen und Änderungen in Namen der Dörfer, die von Dr. Antonín Profous und Dr. Jan Svoboda im Jahre 1957herausgegeben wurden, ist der Dorfname von Nominalform "vrtký", hýbavý, nestálý, vrtkavý, abgeleitet, so dass der Name das Dorf der "vrtkých" (wankelmütigeren) Menschen hiess.

Vrutice war immer eine landwirtschaftliche Gemeinde, die ca. 14 km östlich von Litoměřice entfernt liegt. Katastralgebiet stellt 399 ha dar. Der Dorfplatz ist durchfahrbar, Strassentyp mit der St. Antonius Paduan – Kapelle vom Jahre 1766 im Spätbarockstil.

Die Häuser stammen meistens vom 19. Jh.. es handelt sich um Mauer- Stockhäuser aus Pläuerquadern mit Empir-Baustücken, Pilastern und Lisenrahmen. In die Höfe ist oft durch die Holztore mit s.g. Sonnenmotiv einzutreten. Das älteste Haus ist ein Volksbau Nr. 24 vom jahre 1802. Auf dem ursprünglichen Sonnentor gibt es eine Jahreszahl 1867. Es handelt sich um ein Zimmr-Stockhaus mit einem Umgang. Es ist als ein Kulturdenkmal der Tsch. Republik unter Nr.2458 eingetragen. Gegenwärtig wird es von den Besitzern sehr empfindlich repariert unter Aufsicht der Denkmalanstalt in Ústí n.L. und Referat der kultur der Bezirkbehörde Litoměřice.

Im östlichen Dorfsteil steht ein eine ehemalige Fuhrmannsschenke vom Jahre 1869. Die ist im Spät-Empirstil erbaut, der auch bei der Reparatur der Aussenfassaden im Jahre 1997 erhalten wurde.

Derzeit gibt es im Erdgeschoss eine Vrutice – Gaststätte und Basar. Im ersten Stock gibt es einen Kinosaal und einen Tanzsaal mit Buffet und Ankleidezimmer.

Erwähnungswert ist auch St-Florian-Statue auf der Kreuzung der Strassen nach osten vom Dorf. 1994 wurde sie mit Finanzhilfe des Bezirksbehörde repariert. Sie ist als ein Kulturdenkmal der ČR unter Nr. 11292 eingetragen.

Am Westrand des Dorfs steht immer noch beschädigte und nicht herrichtete Martersäule, ungefär aus dem 19. Jh. im Pseudorenaissancestil.

1875 wurde der Schulenaufbau angefangen. Der wurde nach 7 Jahren, d.h. im Jahre 1882 beendet. Es ist für uns interessant, dass nach deren Öffnung wurde die Schule von 69 Kindern aus Vrutice und Svářenice besucht. Zuvor gehörte Vrutice zur Schule und Pfarre in Hrušovany, wohin heute nicht mehr bestehender Wege eben der o.a. Martersäule vorbei führte. Die Schule als solche diente derem Zweck bis zum Jahre 1979, wenn sie aufgehoben wurde und die Schulalterkinder besuchen die Schule in Polepy. Der letzte Direktor der Schule war Herr Milan Rambousek, der auch einen handgeschriebenen Auszug aus der tschechisch geführten Chronik, deren seit 1945 her geführtes Original im Bezirksarchiv in Lovosice angelegt ist, beschaffen hatte. Dort ist auch ein Original ursprünglicher, deutschgeschriebener Schulenchronik, die bis 1935 geführt worden war. Die letzte Lehrerin auf der Schule in Vrutice war Frau Alena Rabochová. Seit Aufhebung der Grundschule ist im Gebäude ein Kindergarten eingeräumt, der hierher vom Haus Nr. 74 umgezogen wurde. Den Kindergarten besuchen durchschnittlich 12 bis 15 Kinder. In diesem Jahr wurde die öffentliche Bibliothek in ein Zimmer im Erdgeschoss umgezogen.

Nach der bei der Reparatur der Kapelle im Jahre 1964 beschafften Zweitschrift der Urkunde, die 1903 damaliger Oberlehrer, Herr A.V. Riegl verfasste, gab es in Vrutice jeweilig 68 Wohnhäuser mit 357 Einwohnern. Meist davon waren dort im Jahre 1910 - 410 beständig gemeldete Einwohner.

In diesem Dokument steht es geschrieben, die Kapelle in Vrutice ist im Jahre 1766 auf den Grundstücken von Herren von Lobkovic erbaut. Sie ist St. Antonius Paduanem eingeweiht. Im Dorf Vrutice wurden berühmte " Antonius Wallfahrten" veranstaltet. 1848 ist die Kapelle niedergebrannt und der Glut zufolge schmolzen sogar die Glocken. 1854 wurde die Kapelle renoviert. 1903 wurde sie verdacht. Beim Feuer brannten historische Dokumente von früheren Jahren ab, so dass diese Nachricht vom Jahre 1903 soll die einzige sein. Desweiteren wird darin geschrieben es ist im Zeitraum 1848-1849 Robot im Dorf aufgehoben worden.

Am 27. April 1847 brannten in der Nacht 5 Wohngebäude, 6 Ställe ab und weiteres Feuer war dort ein Jahr später, am 4. Mai 1848, wenn 20 Häuser, 9 Ställe, die Feuerwehrstelle und die Kapelle abgebrannt waren. Am 10. Juni 1860 wurde die Ernte (Getreidefrüchte, Weinberge und Hopfenfelder) durch Ungewitter verheert. Weitere grosse Kataastrophe hatte das Dorf am Freitag, den 12. Juli 1899 betroffen, wenn ein starker Wind zwischen der 19,00 und 20,00 Stunde einige Gebäude im Dorf, hauptsächlich jedoch die Hopfenfelder verheert hatte.

Als Herr A.V.Riegl schreibt, der Wind war so stark, dass der Personenzug auf der Strecke Děčín - Mělník, hätte bis Mitternacht der Streckenbetriebsunfähigkeit zufolge warten müssen. Die Gesamtschäden waren damals in Zahlen von 225 819,- Kronen ausgedrückt worden. 1896 wurde eine Feuerwehrmannschaft gegründet. Die hatte insgesamt 45 aktive Mitglieder.

Desweiteren ist in der Urkunde aufgeführt, es wurde 1901 von Bezirkshauptmannschaft in Litoměřice darüber entschlossen, dass in Vrutice für die Stadt Litoměřice ein Wasserwerk erbaut werde. Der Bau dauerte 3 Jahre und wurde am 3. Mai 1903 beendet. Eine zeitgemässe Fotografie des "Vrutices Wasserwerkes des Kaisers Franz Josef", wie es damals hiess, ist im Bezirksmuseum Litoměřice angebracht. Diese Angaben wurden aus der Urkunde vom 12. Juni 1903 geschöpft.

Ähnliche Urkunde, vielleicht mit zeitgemässem Geldern und Zeitungen, wurde ins Kreuz der Vrutices Kapelle bei deren Reparatur 1964 angelegt. Es ist nicht gelungen die Dorfchronik zu finden und es fehlt auch die Kapellenglocke, die sich bei der Reparatur der Kapellendächer im Jahre 1964 verloren haben soll.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Dorf Vrutice durch seine Lage in s.g. Sudeten angegliedert, so dass es zur Aussiedlung tschechischer Bevölkerung gekommen war. Erst nach dem Kriegsende wurde die Gemeinde wieder angesiedelt. Nach dem Jahre 1950 wurde in Vrutice nach einigen Versuchen die LPG gegründet. Nach den Anfangsschwierigkeiten begann sie zu prosperieren. 1966 kam es zur Vereinigung mit ehemaliger LPG Svářenice. Diese beiden vereinigten Genossenschaften integrierten sich 1975 mit LPG Přátelství mit dem Sitz in Hoštka. Diese ursprüngliche Genossenschaft wurde nach 1990 in ZOD Hoštka umgesetzt, die bis heute an meisten Grundstücken wirtschaftet.

Seit 1945 wurde die Gemeinde im Verordnungswege zu Polepy angegliedert. Nach der "Samtrevolution " im Jahre 1989 kam es auf Veranlassung der Bürger von Vrutice und Svářenice zur Abtrennung vom damaligen MNV (städtische Nationalausschuss) Polepy.



Svařenice

Das Dorf Svařenice ist erstmals 1253 erwähnt, wenn Přemysl Otakar II. schenkte dessen Teil, zusammen mit Teil von Polepy und das Dorf Hrušovany und Vrutice den Kolonisten, die versuchten in Litoměřice Nové Město auf s.g. Dómský pahorek zu gründen. Dieser Versuch ist bald gescheitert. Seit 1272 war dieser Teil von Svařenice im Besitz von Chotěšovský Kloster, das seit 1271 auch nahe Hrušovany geeignet hatte. Im zweiten Dorfsteil befand sich ein Wladikasitz, ein Fort, an dem 1259 als der erste Jindřich von Svařenice erwähnt ist. Der Dorfteil war im Besitz dieses Geschlechts, das das Fort erbaut haben soll, bis 1308. Damals Bětka, Ehefrau gestorbenen Jindřich von Svařenice, hatte das Fort und Dorfteil Hrzek und Jan von Snědovice zugeschrieben. Unter den Wladikas von Svařenice, deren Vertretern und Chotěšovský Kloster – Besitzer zweiten Dorfteils, verliefen langjährige Streite. Der zweite Dorfsteil hat eine gemeinsame Geschichte mit dem Dorf Encovany. 1411 ist an Svařenice Fort Vykant von Svařenice belegt. Die letzte Erwähnung über Wladikadorfsteil kommt von 1483 her, wenn er Valentin von Lipník als Erbschaft zugefallen war. Folgende Nachricht kommt erst von 1545 her, wenn er zu Čakovice-Herren gehörte. Über das Fort gibt es damals schon keine Erwähnung, es dürfte längst zuvor verfallen sein und man weiss sogar nicht wo es gestanden war.

Herkunft der Entstehung des Dorfsnamen ist von Dr. A. Profous und Dr. J. Svoboda in ihren Buch Místní jména v Čechách (Örtliche Namen in Böhmen) von 1957 erklärt. Ursprünglich lautete das Wort als "Svařimíces" Leute Svařimicovi. Mit der Zeit änderte sich das Wort an Svařimice, Svařemice und letzlich an gegenwärtige Svařenice.

Das selbständige Dorf ist altertümlich, mit einem Strassentypsdorfplatz und einer Kapelle auf der Kreuzung. Die Häuser von 18. Bis 19. Jh. sind meistens Volksblockbauten mit Umgängen, Holzgiebeln, bzw. die mit Spaltkiefer bekleideten Bauten. Gemauerte Empirhäuser – z.B. das Haus Nr. 1 mit Jahreszahl 1842, Nr. 2 und 13 mit einer Jahreszahl 1864, Nr. 14,17 und 21 mit einer Jahreszahl 1860. Einige Tore sind ursprünglich mit einem „Sonnenmotiv“.

Die Kapelle ist im Spätbarockstil von 1762. Sie wurde St.-Wenzel und St. Martin eingeweiht. Sie ist quadratisch mit einem Dreiseitenabschluss und ovalen Seitenfenstern. Innerhalb gibt es Kreuzgewölbe. In der Nische über dem Eintritt befindet sich St.-Florian kleine Statue, gegenwärtig ist sie repariert und wird nach Diebstahlsicherung auf ihre Stelle angesetzt werden. Im Turm gibt es bisher eine Glocke mit einer Aufschrift: Franciskus mefudit Pragae 1761.

Das Dorf Svařenice selbst liegt bei der Strasse von Litoměřice nach Mělník. Dem Dorf entlang fliesst der Bach Úštecký, früher Starý genannt. Das Ausmass des Katastralgebiets ist 302 ha. Im Westen grenzt es an Vrutice, nach Norden an Malešov, im Osten an Hoštka und südwestlich an Mastířovice und Vrbice.

Durchschnittliche Überseehöhe ist ca 160m. Von jeher wurde hier Getreide, Kartoffeln, Wein, Hopfen und Zuckerrübe angebaut. Es gab hier auch Steinbrüche zur Förderung des Pläuerkalkstein. Es wurden hier Fossilien gefunden. Stein wurde auf die Bauten geliefert und daraus wurden Tröge, Säulen, Statuen und Fensterstürze erzeugt. An der Grenze zu Katastralgebiet von Mastířovice und Vrbice fliesst der Bach Obrtka.

Nach der Übersetzung der Urkunden aus dem Kapellenturm wurden um Svařenice viele Streite deswegen geführt, dass sie in zwei Teile aufgeteilt worden war, davon der eine auch mit Robot zu Encovany und der zweite zu Premonstratenkloster in Chotěšov bei Pilsen gehörten. Ein Streit geschah, wenn die Witwe nach Rudlin von Svařenice in den Streit mit dem Kloster geriet. Dieser Streit wurde am 23. April 1335 von Martin Lov, Niklas Zvrza von Louny, Herren Čeněk von Rochov und Petr von Kvítkov und Hyldebrand verglichen. Eintragungen von1367 beweisen, dass die Gemeinde übermässig tschechisch war. Man kann darauf von den Namen damaliger Bauern schliessen. Damalige Bauernnamen waren: Richter Johan, Vostěrálek, Král, Vít, Králík, Plch, Říčný, Zuha, Pechan, Jareš, Bobík, Čilík, Gallus, Prudič, Geora, Mathias, Sešel, Holubář, Chlupatý, Přivřel, Kozel, Vondra und Zigmund.

Die Schenke gehörte zum Kloster, das sie den Encovany Bürgern vermietete. Im 16. Jh. gab es im Dorf einen grossen Hof, den Ritter Oswald von Schönfeld in seinem Testament von 1589 seiner Ehefrau Lucrecia von Witten vermachte. Dieser Grundbesitz wurde jedoch Ende 18. Jhs. liquidiert und Grundstücke den Bürgern von Svařenice vermietet. Aus seinen Gebäuden war nur Schafstallruine auf dem Hügel geblieben. In diesen Urkunden sind auch Robotpflichten der Bauern von Encovany beschrieben.

Nach 1848 wurde hier Robot aufgehoben. 1813 während des Kriegs mit Napoleon war hier russisches Heer gelagert. 1848 auch zwei Bürger von Svařenice gehörten zur Nationalgarde. 1872 beim Bau nordwestlicher Strecke wurden 3 Wohnhäuser niedergerissen. Es handelte sich um Haus Nr. 6., 31 und 32 - Gemeindenschmiede. Das Dorf erfuhr auch viele Feuer. Am 23.2.1838 brannten die Häuser Nr. 23, 24, 25 nieder. 1850 brannten die Scheunen bei den Häusern Nr. 12,13,14,15 und 16 ab. 1860 brannte das Haus Nr. 23, die Scheunen bei Häusern Nr. 8,21,29 und 3, Wohnhäuser Nr. 31,32,9,10 und 11.

In der Urkunde vom 6. Juni 1876 ist Dorfsleben seit 1848 beschrieben. Man schreibt hier über grosse Not, die nach der Revolution 1848 anging. 1866 erlebte das Land den Krieg mit Prussland, der jedoch das Dorf nicht zu viel betroffen hatte. 1870 wurde ein Projekt der Eisenbahn vorgelegt, es wurden Messungen durchgeführt und mit Aufbau der Eisenbahn begonnen. Die Eisenbahn war 1873 in Betrieb gesetzt worden. 1875 kam es zur Abtrennung von der Schule in Hrušovany und die Kinder begannen die neu erbaute Schule in benachbarter Vrutice zu besuchen.

1876 wurde auch die Kapelle auf Gemeindekosten repariert. Zu dieser Zeit gab es in Svařenice 33 Häuser und 212 Einwohner. Die Gemeindevertretung bestand aus 8 Mitgliedern und Herr V. Verner vom Haus Nr. 1 war Bürgermeister. In anderer Urkunde aus dem Turm der Kapelle in Svařenice, mit dem Datum 1.5.1922, wenn diese neu repariert wurde, ist angeführt, dass das Dorf abends am 12.7.1889 mit grausamem Hagelschlag betroffen worden war, bei dem die ganze Ernte vernichtet wurde. 1890 wurde auf Kosten der Gemeinde der Bau der Strasse auf die Grenze zu Vrbice angefangen. Der Bau wurde 1892 mit dem Aufwand von 2.964 Gulden 28 Kreuzern.

1890 wurde auch die Mannschaft der freiwilligen Feuerwehrleute gegründet. 1895 erfuhr sie ihre Taufe beim Brand im Haus Nr. 27. 1897 brannte die Scheune im Haus Nr. 24 ab. Weiter Brand war dort im Jahre 1900, bei dem die Scheunen in Häusern Nr. 12 und 13 abbrannten.

Am 4. Juli 1891 kam es in der Umgebung von Úštecko zum Wolkenbruch. Nachfolgend trat der Bach von Úštec aus den Ufern und überschwemmte den ganzen Unterteil des Dorfs.

Am 17. Dezember 1891 war die Eheleute Josef und Anna Geruh, Wohnort in der Schmiede – das Haus Nr. 37, in der Arbeit und haben ihre 3 Kinder ohne Aufsicht zu Hause. Diese verursachten Brand, bei dem sie alle umgekommen sind. 1914 fing der Erste Weltkrieg an. Aus dem Dorf waren insgesamt 28 gefallen oder verschollen.

1918 kam es zur Bildung der Tschechoslowakischen Republik. Es wurden politische Parteien gegründet und ein neues Wahlgesetz erlassen. Nach der Wahl 1919 hatte die Gemeindevertretung 9 Mitglieder. Herr Josef Wolf vom Haus Nr.17 wurde Bürgermeister, Tschechische Partei vertrat Herr Josef Přeučil vom Haus Nr. 16. Auch im Jahre 1919 bis 1921 kam es zur Krise im Hopfenverkauf, so dass noch im Jahre 1922 wurde der Hopfen aus vorhergehenden Jahren nicht verkauft.

Bei der Reparatur der Kapelle im Jahre 1922 wurde das Kreuz neu vom Meister Klempner Herrn A. Wobořil von Hoštka gefertigt, Mauerarbeiten wurden vom Herrn Kuzler von Hoštka und Malerarbeiten vom Herrn F. Hille von Jištěrpy durchgeführt. Als die Chronik der Gemeinde nicht gefunden wurde, gibt es keine Dokumente, nur die Zeitgenossen errinern sich an berühmte Wallfahrten von Svářenice..

Sowohl Vrutice, als auch Svařenice gehörte zum Sudetengebiet. Deshalb kam es zur Auswanderung der tschechischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg. Die Meisten, soweit sie konnten, wohnten in nichtweitem Dorf Vrbice oder Vetlá. Von hier kehrten sie auch nach dem Kriegsende zurück nach Hause. Während des Kriegs wurden in Häusern Nr. 2 und 40 die Kriegsgefangenen einquartiert.

Nach der Nachsiedlung der Gemeinde begann der Stadtnationalvorschuss Svařenice zu arbeiten. Ihm stand seit langen Jahren Frau Emilie Hájková als Vorsitzerin vor. Am 14.6.1964 wurde die Tätigkeit des SNV beendet und dieser nachfolgend mit SNV-Vrutice vereinigt. Als anderswo auch in Svařenice wurde auf einige Versuche LPG gegründet. Deren Vorsitzende war seit langem Herr Vratislav Šinfelt von Svařenice. Die LPG Svařenice fungierte als ein selbständiges Ganze bis 1966, wenn sie mit damaliger LPG Vrutice vereinigt wurde. Beide Genossenschaften vereinigten sich als ein Ganze im Jahre 1975 mit damaliger LPG Přátelství (Freundschaft) Hoštka.